Moskau rüstet in Syrien mit Megawaffe auf

Moskau Iskander

Wie die US-amerikanischen Defense News und die unabhängigen arabischen al-Masdar News berichten, sei nahe der von Assad-Truppen kontrollierten Küstenstadt Latakia das gefürchtete russische Iskander-Bodenraketensystem gesichtet worden, NATO-Code SS-26 Stone. Während einer Nachrichtensendung des dem russischen Verteidigungsministerium nahestehenden Senders Tzezda vom 27. März sei die Waffe kurzzeitig zu sehen gewesen. Offizielle Bestätigungen gibt es keine, was israelische Experten ins Rätseln bringt: „Aber warum sollten sie so einen wichtigen, strategischen Pluspunkt ohne Tarnung inmitten eines Feldes positionieren, einige hunderte Yards von einer Flugbahn entfernt, wo ihn jeder sehen kann?“ fragt Uzi Rubin, ehemaliger Direktor vom israelischen Raketenabwehrdienst. „Das ergibt keinen Sinn.“ Es sei denn, die Preisgabe wäre gewollt. Zum bedächtigen Putin würde dieses Manöver durchaus passen.

Mit einer Reichweite von 400 Kilometern würden die Iskander-Raketen russischen Truppen erlauben, in die Türkei, Jordanien, den Libanon und Israel einzudringen. Sie können mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sprengsätze ausgerüstet werden und sind darauf ausgelegt, sowohl stationäre als auch bewegliche Objekte zu zerstören. Zu ihren Zielen gehören Boden-Luft-Raketenbatterien, Kurzstreckenraketen, Flugplätze, Häfen, Kommando- und Kommunikationszentralen, Fabriken und weitere sogenannte harte Ziele. Zumindest das nicht für den Export gefertigte Modell ist zudem nuklearfähig.

“Wenn Moskau die Option zum Angriff und Gegenangriff behalten wolle, während es den Eindruck aufrechterhält, seine Streitkräfte zu minimieren, wäre Iskander die Antwort“, glaubt der israelische Raketenexperte Tal Inbar. „Im Gegensatz zu Lufteinsätzen, bei denen jeder Angriff sichtbar wird, ist die Handschrift der Iskander sehr viel geringer. Sind sie erst einmal abgefeuert, ist es schwierig die Fragmente von denen älterer russischer SS-21 aus dem syrischen Arsenal zu unterscheiden. […] Das verleiht ihnen [Moskau] die Möglichkeit, alles glaubwürdig abzustreiten.“

Aufgrund von Luftraumverletzungen russischer Flieger finden zwischen Moskau und Tel Aviv ständig sogenannte Konfliktlösungsgespräche statt. „So lange sie es nicht an die Syrer übergeben, wenn oder falls sie abziehen, sollte das [Iskandersystem] auf die gleiche Art betrachtet werden, wie die russischen S-400“, erklärt Rubin daher. Diese hochmodernen Flugabwehrraketenbatterien hatte Moskau schon im Dezember nach Syrien verlegt. Rubin: „Sie sind nicht auf uns gerichtet und ich erwarte, dass beide Seiten versichern, dass es auch so bleibt.“

Quelle: Moskau rüstet in Syrien mit Megawaffe auf

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Autor: Publik

„Wenn ihr die Geheimnisse des Universums verstehen wollt, denkt in Begriffen wie Energie, Frequenz und Vibrationen.“ Nikola Tesla

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