Wenn die wahre Liebe erwacht (Teil 2) – Ute Strohbusch

wahre liebe

Nein, ich habe dich nicht von Anfang an gesehen. Ich habe dich erahnt.  Gesehen habe ich vor allem das, was scheinbar getrennt war. Was du nicht sein wolltest oder konntest. Was du sein solltest oder musstest. Was ich haben wollte oder brauchte. Was du mir vorenthalten hast oder was mir zu gering erschien. Nein, ich habe dich nicht gesehen. Ich habe in einen Spiegel geschaut. Ich habe immer nur mich gesehen… meine Urteile und Erwartungen.

Und nun beginne ich, deine volle Schönheit und Größe zu sehen… und wieder sehe ich mich selbst.

Ich beginne, dich mit dem Herzen zu sehen …

Wir Frauen wähnen uns in unserer Seelenverbindung als die Liebende und glauben, dass der Mann nicht in seinem Herzen ist, sondern im Kopf. Doch wenn das so wäre… aus welcher Quelle kommen dann unsere Erwartungen? Warum ist es dann möglich, dass wir uns von dem Verhalten eines Mannes enttäuscht oder verletzt fühlen können? Vollkommene Liebe lässt vollkommen frei und kennt kein einziges Urteil. Womit kollidiert also der andere in uns… mit unserer vermeintlichen Liebe? MitLiebe kann man nicht kollidieren. Sie bietet keinen Widerstand, keine Angriffsfläche, sie hat kein Urteil über etwas, was verletzt werden könnte. Sie ist sich nicht einmal selbst bewusst. Der andere kann immer nur mit unserem Ego kollidieren, unseren Befindlichkeiten, Wünschen, Erwartungen, Bedingungen, die wir aus dem Gefühl des Getrenntseins errichtet haben, welches uns unwert, unvollkommen und ohnmächtig erleben lässt, und das uns scheinbar abhängig macht von den Bedingungen da draußen in der Welt. Liebe kennt das alles nicht, da in ihr die dualen Gegensätze verschwinden. Liebe urteilt nicht, da sie nicht denkt und deshalb nicht bewertet.  Liebe ist SEIN. Sie ist unteilbar, unverletzbar und will nichts für sich selbst. Liebe allein genügt der Liebe.

Haben wir wirklich vom ersten Moment an bedingungslos geliebt? Nein, denn wir kennen dies überhaupt nicht. Wir habengespürt, dass da etwas Besonderes ist bei diesem Mann, wir waren sicher auch ver-liebt, aber wir waren voller Ängste und Selbstzweifel, und daraus resultierten viele Urteile und Erwartungen…  Das, was wir als „lieben“ empfinden, ist der innigste und sehnsüchtigste Wunsch, von diesem Mann geliebt zu werden. Nein wir lieben nicht, wir sehnen uns. Wir wollen haben.

Seelenpartner kommen in unser Leben, um uns aus der bisherigen bedingten Liebe in die wahre bedingungslose Liebe zu führen. Aber sie tun dies nicht aktiv, so wie wir es uns wünschen. Sie tun es passiv…. durch Verweigerung. Das Leben will uns aus dem Elfenbeinturm zu holen. Durch die unerfüllte Liebe zum Seelenpartner werden wir gezwungen, unseren Turmeigenständig  zu verlassen. Und dazu müssen wir jeden einzelnen Stein, den wir errichtet haben, wieder abtragen.  Es brauchtunsere eigene liebevolle Hinwendung zu den Mauern unseres Turms, anstatt sie -wie bislang- umgehen zu wollen und zu hoffen, dass dies ein anderer für uns tut. Der sehnliche Wunsch, geliebt zu werden, entsteht immer aus der Ohn-Macht der Trennung und den daraus resultierenden Gefühlen der Unvollkommenheit, des Fehlens, des Mangels bis hin zur Wertlosigkeit, Scham oder Schuld.

 


Die Sehnsucht nach (Gott)vater, der sooo groß ist, dass er all deine Ambivalenz in Liebe halten kann, konntest du nie bei einem Mann finden… nie war einer größer/stärker als du und hätte dich aufnehmen und halten können mit all deinen dualen Facetten. Das dachtest du zumindest, denn diese Erfahrung hast du gemacht. Durch deine Filter des Elfenbeinturms hast du nie die Liebe eines anderen Menschen sehen können, sondern nur seine Filter, die deine spiegelten. Aber weil du dies dachtest aus deiner gefühlten Unvollkommenheit heraus, hast du dir nach dem Resonanzgesetz natürlich auch nur diegesucht, die dieses, dein Glaubensmuster, bestätigten. Du glaubst bis heute: ERST muss der Mann mir seine Liebe beweisen, dann komme ich aus meinem Turm…. vielleicht… aber es findet sich ja immer wieder was, was mich noch abwarten lässt und was ich ihm vorher als Forderung auferlegen kann.

Bis dein Seelenmann kam… Plötzlich wußtest du, er ist dazu in der Lage! Aber er wollte dich nicht… konnte sich nicht auf dich einlassen.

Ich versuche dir jetzt zu erklären, warum das so ist.

Er IST bereits die absolute Liebe in Person, egal wie sehr er sich hinter seinem Verstand versteckst, um es nicht wahrzuhaben.

In dem Moment, als er dich traf, fiel er vollkommen in sein Herz. Sein Turm brach augenblicklich zusammen. Es erwischte ihn kalt, ohne dass er hätte etwas tun können.

Sein Herz ist so groß, aber sein Selbstwert als Mann (Frauen gegenüber) eigentlich relativ klein….

Die Seelenpartnermänner sind deshalb so voller Abwehr, weil sie etwas zu schützen versuchen: ihr wehrloses Herz.

Sie sind Männer, die unglaublich schutzlos lieben, die kaum Abwehrmechanismen haben und eigntlich sehr nah an ihrem Herz gebaut sind… zu nah! Es sind Männer, die sofort hoffnungslos in ihr Herz fallen, wenn man es berührt, weil sie ein stark verletztes ICH haben und wenig Selbstwert als Mann. Es sind Männer, die frühzeitig Angst vor Liebe entwickelt haben, weil sie wissen, dass sie keinerlei Abwehrmechanismen haben und vollkommen die Kontrolle verlieren. Und weil sie Erfahrungen mit dem Weiblichen machen mussten, das ihre Gut-Mütigkeit und Wehrlosigkeit ausgenutzt wurde. Diese Männer stürzen sich sehr Früh in ihrem Leben in Ersatzmechanismen wie Karriere oder spezielle, oft ausgefallene Hobbies, um dort zu brillieren. Sie glänzen in allem, an dem scheinbar das Herz nicht beteiligt ist, wo keine Gefahr droht, die Kontrolle zu verlieren.

Die Begegnung mit der Seelenfrau bedeutet also extreme GEFAHR für den Mann! Weil im Herzen zu sein für ihn heißt, keine Kontrolle mehr zu haben, und weil eine unreife, nur bedingt liebende Frau die totale Macht über ihn hat.

Seine große Liebesfähigkeit macht ihn zum ohnmächtigsten Wesen unter der Sonne, und davor hat er gewaltige Angst.

Er spürt, dass sein ganzes Leben zusammenbrechen könnte, wenn er sich dieser Liebe hingibt und dann fallengelassen wird, weil er wieder nicht reicht. Und damit hat er ja anfangs auch recht, denn solange wir nicht aus unserem Turm heraus sind, reicht es nie, was er tut, denn wir werden das Gefühl des „Fehlens“ nicht los. Denn es liegt nicht in seiner Macht, unseren Turm niederzureißen.

Er hatte es sich recht komfortabel eingerichtet und nicht damit gerechnet, dass er auf eine Frau trifft, die ihm den mühsam errichteten Selbstschutz sofort und mit einem Schlag wegbrennt. DAS ist der Unterschied zu den Seelenpartnerfrauen:

SEIN Elfenbeinturm ist komplett zusammengestürzt bei der allerersten Begegnung.

In deiner realen Anwesenheit kann er niemals die Kontrolle behalten. Er fällt sofort in sein Herz. Deine Anwesenheit brennt augenblicklich alles nieder. Jedes Mal. Deswegen vermeidet er die Begegnungen mit dir wie der Teufel das Weihwasser. Abzutauchen, sich tot zu stellen, sieht er als einzige Überlebenschance für sich und sein nett eingerichtetes vermeintlich sicheres Leben (ohne Liebe).

Wir Frauen in diesen Beziehungen jedoch… wir können unseren Elfenbeinturm nicht so einfach verlassen.

Wir sind- geschichtlich betrachtet- lange Zeit ohne Macht gewesen und haben verlernt, uns anzunehmen wie wir sind. Immer mussten wir uns anpassen, um zu überleben. Und waren vollständig auf den Wert angewiesen, der den Mann und die patriarchale Gesellschaft uns gab.

Obwohl wir uns für die Liebende halten, ist dies nur eine verzweifelte Forderung an den Mann, dass er unser Herz in unserem Turm erreichen möge. Wir haben eine viel stärkere Abwehr und Konrtrolle über unser von Natur aus bedingungslos liebendes Herz als der Mann. Wir sind viel mehr in unserem Turm hinter dicken Mauern gefangen. Bei uns dauert es oft Jahre, bis der Turm Stein für Stein verbrannt ist, er fällt nicht einfach so augenblicklich zusammen.
Als wir ihn das erste Mal trafen, hat es ihn aus seinem Turm katapultiert, der nur dünne Mauern hatte. Seine mühsam
aufgebaute Schutzhülle nach seiner verletzenden Kindheit war schlagartig weg und er war vollkommen in seinem ungeschützten Herzen. In seinem komfortablen Schneckenhaus seines Alltags kannst er sich gut ablenken. Oft ist sein Leben so zu mit Aktivitäten, dass er keine Zeit hat, sein nach ihm rufendes Herz wahrzunehmen. Nach einer Begegnung mit dir dauert es oft Tage, manchmal Wochen, bis er diesen geschützten Modus wieder erreicht hat. Deswegen ist Rückzug für ihn das Mittel der Wahl. Vor allem dich zu SEHEN, real zu treffen, bedeutet für ihn anfangs ein hohes Risiko. Trotzdem kann natürlich auch er sich nicht für alle Zeit verstecken, denn in ihm brennt ja schon dieses so sehr vermisste und zumindest unbewusst ersehnte, aber eben auch gleichzeitig äußerst bedrohliche Feuer.

Aber… einmal ausgelöst durch eure erste Begegnung kann er das Rad nicht wieder zurückdrehen auf „vorher“. Es ist zu spät. Und seither quält er sich mit der Zerissenheit zwischen Sehnsucht nach dem Loslassen und somit dem Fall ins Paradies
und der Angst vor dem damit verbunden Kontrollverlust und seiner Wehrlosigkeit, die ihm große Angst macht vor erneuter Verletzung. Trotzdem, er hat es Jahrzehnte geschafft, sich vor seinem Herz zu verstecken. Täusche dich nicht darüber, dass er durch eure Begegnung da raus müsste. Er kann dies nicht noch bis in alle Ewigkeiten weiter aufrecht erhalten. Wenn er eins gelernt hat, dann sich stoisch mit seinem Hintern draufzusetzen. Denn das, was er von dir sieht, dein Betteln, Manipulieren und Ziehen und dann wieder das enttäuschte und trotzige Wegwollen und Beendenwollen ist genau diese „Schwäche der Frau“ in ihrer eben nicht vorhandenen bedingungslosen Liebesfähigkeit, die er so fürchtet.

Weil jede Frau, die in irgendeiner Form noch bedingt liebt, mit ihm Schlitten fahren kann. Seine Liebe liefert ihn aus, glaubt er. Denn er spürt instinktiv, dass er einer Frau, die ihn zur Quelle ihres Glücks erkoren hat, niemals das Gefühl von GENUG bringen kann. Und das entspricht seinem Kindheitstrauma und Glauben über sich selbst, sowieso nicht genug zu sein für (s)eine „Traumfrau“.

Solange die Frau nicht selbst inbedingungsloser Liebe angekommen ist, und das schafft sie nur, indem sie ihren Turm selbst abreißt, wird immer irgendetwas FEHLEN, an dem, was er tut oder wie er ist, so dass ihre Erwartungen, Bedingungen und ihr Fordern niemals aufhören. Und damit bedient sie wieder sein tiefstes verletztes Selbstwertgefühl: nicht gut genug zu sein.

Sein Basis-Schuldthema hat immer auch etwas damit zu tun, dass er das, was er ist, wie er ist, als etwas Schlechtes oder Unzureichendes wahrnimmt, oder dass es seiner Meinung nach zumindest unzureichend oder unzumutbar für eine Frau sein muss.

Oft suchen sich solche Männer dann Frauen, mit denen sie versuchen, materielle und familiäre Ziele im Leben zu verwirklichen, die den Mann in ihm aber ablehnen. Seine große Liebesfähigkeit wird nie gesehen oder wertgeschätzt. Kann ja auch nicht, dazu muss die Frau ja selbst in dieser vollkommenen Liebesfähigkeit sein, denn jeder sieht im anderen nur einen Spiegel seinerselbst. Er sucht sich also automatisch jemanden, der ihn da in der Tiefe nicht erreicht. Deswegen sieht diese Frau oft eben auch nur seine Begrenzungen, die er über sich selbst ja eh schon hat, wenn er in den Spiegel schaut. Sie bestätigt ihm das, was er über sich glaubt. Aber er kann damit leben, weil es nicht so tief geht.. zumindest lange Zeit.

Er wird in seinen Funktionen geschätzt, gerade auch, weil er so gutmütig ist, und in dem, was er anstelle von Liebe perfektioniert hat. Und er ist zuverlässig. Seine Gutmütigkeit lässt ihn lieber sich selbst permanent verletzen, als dass er andere verletzen würde. Der Mann holt sich also sein Ablehnungs-Selbstwert-Thema, welches er ja eigentlich vermeiden möchte, durchs Hintertürchen, durch eine Frau die ihn nicht bedingungslos liebt, aber seine Ersatzmechanismen gut bedient und teilt. Er bewacht die Vordertür wie ein Schießhund, merkt aber nicht, dass sich sein Thema längst ums Haus geschlichen hat und über die Hintertür gekommen ist und sein Leben lang schon in ihm wohnt.

Aber da er sein Herz (die Vordertür) bewacht, fühlt er sich auf der sicheren Seite. Dabei bemerkt er nicht, dass dadurch sein Herz unentwegt verletzt wird, indem er sein Recht auf Glück und die Chance, in all seinen Facetten geliebt zu werden, sich selbst verweigert. Diese Männer wurden oft in der Kindheit schwer verletzt und vertrauen dem Weiblichen nicht mehr. Und sie fühlen sich schuldig und beschämt und glauben nicht an eine Frau, die ohne Urteil liebt. Und damit haben sie recht. sowohl bei ihrer Frau als auch der Seelenpartnerin. Letzere hat aber dann das Potential, ihn wahrhaft zu lieben, weil nur sie durch dieUnausweichlichkeit ihrer Gefühle gezwungen ist, eine Bedingung, Erwartung, Konzept, Wunsch, Sehn-Sucht nach der anderen fallen zu lassen und somit tatsächlich irgendwann in der Bedingungslosigkeit zu landen… die er wiederum braucht, um Vertrauen aufzubauen. Doch dazu muss sie erste einmal das eigene verlorene Vertrauen (in die Männer) wiederfinden.

Aber… nachdem er „infiziert“ war durch dich und sein Schutzmantel ihm einfach und vollkommen unerwartet weggerissen wurde, hat er es nie wieder geschafft, sein Herz in den alten Modus zurückzuversetzen. Seine Liebe ist unaufhörlich geflossen und immer mehr in sein Schneckenhaus durchgedrungen, und seine Schutzmechanismen wurden immer dünner.

Aber genau das ist es, was wir Frauen von diesem Mann so sehr gebraucht haben… nämlich beides!

Einerseits seine unglaubliche Liebesfähigkeit, die nach und nach alles absorbiert hat, was du an vorhandenen Steinen aus deinem Turm auf ihn wirfst. Wie ein Schwamm hat er jeden Teil deines Egos aufgesogen und in seinem Herzen halten können. Die meisten Seelenpartnermänner sind gutmütig und sanft, nur wenige sind wehrhaft bis aggressiv. Die meisten schweigen einfach nur, ziehen sich zurück, gehen nicht in Resonanz mit deinen Befindlichkeiten und schießen vor allem nicht zurück .

Seine Liebe ist einfach still und sanft und unveränderlich da. Und du läufst ein ums andere Mal ins Leere. Deine Steine schleifen sich an seinem stillen Wasser ab.

Andererseits wiedersteht er dir lange genug und gibt deinen Wünschen nicht zu früh nach.

Ich sage dir, warum das wichtig ist: Weil du deinen Turm selbst abbauen musst und erst selbst in die Demut und bedingungslose Liebe kommen musste. Sonst würde dein Ego ihn auf Kurz oder Lang schlachten… wie jeden Mann vor ihm, der es wagte, dich zu lieben und deinem Fass ohne Boden auf Grund dessen nicht gewachsen war.

Das, was eines Tages aus diesem Prozess erwächst und bei dir den Schalter plötzlich umlegt, ist das tiefe Erkennen:

Das größte Gefühl, was ein Mann einer Frau geben kann, sofern sie in der Lage ist, dies endlich zu sehen und wertzuschätzen: Gehalten zu sein in seiner schutzlosen Liebe. Seine „Schwäche“ ist eigentlich seine größte Stärke. Es reicht, wenn du dies für dich selbst erkennst! Du bist nicht seine Mutter oder Therapeutin. Genau dabei fühlt er nämlich wieder das Gefälle von oben nach unten. Er darf und kann es für sich selbst erkennen… irgendwann… mit dir oder ohne dich. Gib ihm Raum, indem du dich um dich kümmerst.

Sein wehrloses Herz ist es, was uns das Gefühl gibt, dass ER einen Ticken größer oder stärker ist als wir. Schutzlos lieben zu können ist die größte Kraft im Universum und ist immer größer als das kleine, sich getrennt wahrnehmende ICH.

Genau deshalb, weil er eben nicht in der Lage ist, Mauern vor sein Herz zu setzen, ist seine Liebe größer als dein jetzt noch vorhandener Elfenbeinturm, wenn du auch schon einige Steine entfernt hast. Und du glaubst immer noch, du liebst stärker als er? Das Gegenteil ist der Fall. Solange noch Erwartungen und Bedingungen sind, beschäftigst du dich ständig mit ihm und seinem Verhalten und hast Sehnsucht. DAS nimmst du fälschlicherweise als Liebe wahr. Sehnsucht ist der wahrgenommene Mangel, nicht das Erkennen und FÜHLEN, dass alles bereits da ist.

Wenn du das erste Mal seine urteilsfreie Liebe spürst, gehst du automatisch in die Demut und spürst ihn „stärker als dich selbst“. Das Gefühl der „Größe und Stärke“ eines Mannes, nach dem du ein Leben suchst, stellt sich ein, wenn du zum ersten Mal seine LIEBE fühlst. Und dazu musst du alles, was du über ihn urteilst, losgelassen haben. Nur Liebe kann Liebe fühlen, und die schmerzt nicht, sie sehnt nicht, sie möchte nichts. Und dies erhebt dich zu dir selbst. Erst, wenn du seine Größe entdeckst, und ihn nicht danach be- oder verurteilst, was er im Leben für sich wählt oder wie er sich dir gegenüber verhält, gibts du deine erhöhte Position im Elfenbeinturm auf. Steine können im Spiegel nur Steine sehen.

Du weißt nun, dass es jemanden gibt, der alles von dir nehmen und in Liebe halten kann, alles was dich ausmacht, der dein ganzes Spektrum umfassen kann in seinem Herzen, weil ER keine Mauern hat und bedingungslos liebt.

Und solange darf er dir nicht die Bedürfnisse deines kindlich verletzten Egos zu erfüllen. Damit du wachsen darfst, erwachsen darfst aus deiner kindlichen Ohnmacht. Er bleibt solange stille Leinwand, bis du den letzten Stein darauf geworfen hast und dein wahres Sein erkennst: Dass du selbst LIEBE bist und dass diese Liebe vollkommen frei lässt und keine Bedingungen mehr hat, weil sie keine Bestätigung braucht.

Dein ganzes SOsein wird geliebt, IST Liebe. Du musst nichts tun dafür. Du darfst einfach alles loslassen, was dich begrenzt und beschützt. Die Liebe, die du bist, und die du erstmals durch ihn erfährst bzw zulassen kannst, wird alles halten können.

Ergieße dich hinein in dein SO SEIN.

Ab dann fallen die Reste deines Turms immer schneller zusammen. Kurz werden deine noch vorhandenen restlichen Steine durch sein Verhalten berührt, sie ploppen kurz auf, werden sichtbar, und schon Stunden oder Minuten später sind sie weg und es bleibt nur Liebe zurück. Du erlaubst dir endlich, ganz DU zu sein. Du trittst heraus in die Freiheit, die er dir schenkte, dadurch, dass er dich bedingungslos liebte und darin HIELT vom ersten Augenblick an, aber dir keinen deiner Steine abnahm.

Wenn nichts mehr in dir ist, was verletzt werden kann, kann kein Verhalten von ihm mehr damit kollidieren. Dann darf auch er endlich sein, wie er ist. Dann laufen auch seine Steine bei dir ins Leere… in den unendlichen Raum von Liebe.  Dann fühlt auch er sich in deiner Liebe frei, er selbst zu sein.

Daran erkennst du es, dass du angekommen bist!

Egal, was er nun sagt, tut, ist oder wie er lebt, ob er schweigt oder sich meldet, ob er da ist oder woanders, noch gebunden ist oder allein… nichts davon löst in dir noch irgendein Urteil, geschweige denn Schmerz aus. Du liebst und lässt ihn machen. Und du erfreust dich DEINES Lebens.

Ob er da ist oder weit weg, du weißt, du wirst geliebt. Ob er verheiratet ist oder einen anderen Weg wählt als mit dir, du wirst geliebt.  Und zwar von der höchsten Quelle, die du durch ihn erfahren durftest, die sich dir durch ihn offenbart hat.

Bedingungslose Liebe ist dein SEIN, es ist keine Person. Ob du weiter allein bist oder mit ihm zusammen, es macht keinen Unterschied. Denn die Liebe kommt nicht von ihm. Sie kommt aus deinem Urvertrauen und der Liebe, welche du IN DIR wieder erlangt hast und welche du dadurch auch endlich in ihm wahrnehmen kannst.
Gehalten zu sein wie in einem Kokon. Einem Kokon aus Liebe, aus Sanftmut und unverrückbarer Loyalität. Und diese Loyalität kommt nicht aus dem Verstand, sondern aus der Quelle, die wir sind… und vielleicht auch irgendwann aus (s)einem wehrlosen Herzen.
Wir Frauen haben in den Jahren alle Register gezogen, um etwas zu bekommen, natürlich oft unbewusst… aus Unsicherheit,
Unbewusstheit, Minderwertigkeiten, Angst, Erwartungen, alten Konzepten und Beziehungsideen heraus usw….

In all unserer Kleinheit und Minderwertigkeit waren wir oft recht aufgeplustert… MIR steht das und das zu!

Aus dem unaufhörlichen Gefühl des „es reicht nicht“ konnten wir oft nicht schätzen, was jemand für uns getan hat.

Wir müssen erst Scheiße fressen und lernen, es uns selbst zu geben. Sobald du anfängst, dich auf allen Ebenen selbst zu versorgen, packt dir das Leben noch ne riesen Schöpfkelle voll Glück dazu.

Er hat es aufgefangen, gehalten, mit Sanftheit und beständiger Liebe quitiert. Bis alles falsche Ego verbrannt war in seiner Liebe und immer mehr dessen zum Vorschein kam, was du bist und sein darfst. Du hast dich entspannt, Stück für Stück. Hast drei Schritte nach vorn gemacht und zwei zurück in deine alten Bedürftigkeitsmuster. Und er war jedesmal noch da.

„Er, in den ich alles rein geschüttet habe, den ich mit Steinen beworfen habe, und der all das gehalten hat, mich gehalten hat. Immer und immer wieder. Meinen Finger ertragen hat, der in aller Selbstgerechtigkeit stets auf ihn gerichtet war. Er ist nie wirklich gegangen, er war immer zur rechten Zeit wieder da, bereit für eine neue Runde mit mir…“ (wunderbarer Kommentar von Stefanie)

Etwas Größeres gibt es nicht! Es gibt nichts Höheres, was eine Frau erleben kann, als einen Mann, der ihr aus Liebe einen Raum hält, in den sie sich ergießen kann. Der stark genug in seiner Liebe ruht, mit ihren Mustern nicht in Resonanz zu gehen, sondern diese auch mal ins Leere laufen zu lassen. Der ihr sanft den Wind aus den Segeln nimmt, und sie bei einer Flaute anschiebt.

Ein Mann, in den sie alles hineinwerfen darf, all ihre Ambivalenz, ihre Zyklen, ihre Launen, ihre Ängste, alles Laute und Leise, ihre zornige Kali und ihren lüsternen Vamp, ihre Dummheit und Arroganz und ihre weibliche Klugheit, ihre Verletzlichkeit undihre mütterliche Fürsorge, ihr Mädchen, dass sich im Leben zu kurz gekommen fühlte, und die weise Alte. Und der das alles mit leuchtendem Blick und einem wohlwollenden Schmunzeln betrachtet.

Alle Ängste, nicht ICH sein zu dürfen, um geliebt zu werden, alle Reaktionen, die daraus folgten, haben sich in der nicht zu beendenden Liebe zu ihm aufgelöst, und mit jeder Runde hat sich dein Vertrauen und dein Mut vergrößert, alles sein zu dürfen, was du bist, ohne dafür „verurteilt“ oder abgelehnt zu werden.
Du bist stärker geworden, radikaler in dem, was du bist, und demütiger und anspruchsloser in dem, was du forderst und erwartest, was dir die Welt bitteschön gefälligst zu geben hat.

Die Liebe, die euch in ihrer Gnade auserwählt hat, hat dich verändert, du hast vielleicht keine Vorstellung wie sehr.

Nach jeder Runde war dein ICH kleiner mit Hut, aber du warst tiefer und ehrlicher in der Liebe zu ihm. Und je kleiner dein aufgebauschtes Ego wurde, desto mehr konntest du seine Größe sehen, seinen wahnsinnig liebevollen Charakter. Ein Urteil nach dem anderen hast du über ihn fallen lassen und ihn als das gesehen, was er ist. Und das unabhängig davon, ob er deine Wünsche erfüllt!
Es gibt nichts Besseres, Schöneres, Größeres, kein größeres Glück, als in dir selbst aufgehoben zu sein, mit allem, was du bist!

Durch ihn hast du deinen Turm verlassen und bist ganz DU geowrden.

Zwei Menschen, in den dualen Prinzipien gefangen, schleifen ihr Ego ab und landen in ihrem Herzen, wo keine Trennung existiert. Und wo keine Trennung ist, fehlt nichts. Und wo nichts fehlt, muss nichts anders sein, als es ist. Das ist Freiheit.
Du erkennst, dass er genau vor dieser „Schwäche“ Angst hat, aber sie macht seine wahre Größe aus, seinen einzigartigen Charakter. Und du kannst ihm nun den Raum geben, so sein zu dürfen.

Nach und nach hast du gelernt, dich nicht mehr verstellen zu müssen. Egal, was du getan, gedacht, gefühlt hast, alle Irrungen und Wirrungen… seine Liebe war danach stets noch da. Und DEINE ist DARAN gewachsen. Mit jedem Mauerstück, das sich auflöste, wurde sie für dich mehr spürbar.
Es IST bereits alles, wie es sein soll. Auch jetzt schon… so wie es ist. Selbst wenn er sich ein Leben lang fürchten würde vor seinem Herz und sich lieber quält und zurückhält, selbst wenn er sich niemals ganz für dich entscheiden würde, du kannst ihn nur lieben. Nur in ihm konnntest du dich selbst im höchsten Maße erfahren, dich ausdehnen, ausprobieren, Fehler
machen…. dich vollkommen loslassen und hingeben. Er schenkt dir dich selbst. Mehr geht nicht.

Und nun schenke ihm sich selbst, indem du ihn loslässt und so sein lässt, wie er sein möchte, und ihn auch dorthin gehen lässt, wo er hingehen möchte.
WOVOR hast du Angst. Vor diesem Mann, dessen Königin du längst bist? Der dich anschaut wie eine Göttin und dich berührt wie die größte Kostbarkeit? Die Schönheit deines Wesens strahlt dir aus jeder Pore! Sieh dich selbst! Glaube es endlich!

Und dann sieh IHN! Sieh alle sein Farben und lass ihn so, bitte.

Erlaube dir zu empfangen, was zu dir kommen möchte, du musst dich nicht darum kümmern. Du wirst sowieso erhalten, was deins ist. Beruhige dich. Habe Geduld. Alles kommt zu dir, wenn die Zeit reif ist. Und verweigere solange nicht den kostbaren Augenblick, so wie er ist.

Erkenne deine Selbstzweifel des „ich bin nicht richtig“, dass immer noch Ängste in dir sind, etwas Falsches zu sagen, zu fragen, überhaupt immer zu viel zu sagen oder zu schreiben. Erkenne das Gefühl, dass gerade bei diesem Mann für dich der Druck steigt, im Bezug auf ihn alles richtig machen zu wollen/ zu müssen. Und das ist nicht nur falsch, sondern auch überflüssig.

Und je mehr deine Ängste vor Ablehnung und Ausgrenzung schmelzen, desto mehr „traust“ du dich, noch radikaler du selbst zu sein. „Ihr müsst wieder werden wie die Kinder, um ins Himmelreich zu kommen“. Lass alle Urteile über dich los. Sei unbedarft im Geiste. Denke weniger darüber nach, was du sagst und wie, und höre auf zu taktieren, zu gefallen oder dich anpassen.

DAS macht deine Stärke aus, wenn du ganz du selbst bist und dich einen Scheißt um das Urteil anderer kümmerst, vor allem auch nicht um seins. Denn dies resultiert nur aus Ängsten, etwas verlieren zu können. Mach das, indem du deine emotionale Abhängigkeit von ihm löst, und diese wiederum ensteht zunehmend auf diesem Weg durch das Wachsen bedingungsloser Liebe.

Und letztlich ist diese Stärke und Unabhängigkeit, deine Selbstverlorenheit in dir und deine Unbedarftheit, das, was er sucht.

Es gibt ihm das Gefühl, nichts falsch zu machen, er selbst sein zu dürfen. Es gibt ihm das Gefühl, dass deine Macht bei dir ist.

Dass er nicht die Macht hat, dich durch sein „Fehlverhalten“ zu verletzen oder zu enttäuschen. Dann spürt er, dass er selbstbestimmt und frei sein darf in deiner Liebe, die nichts will, die aber auch nicht ständig von dir hinterfragt, angezweifelt oder abgewehrt wird… Er spürt dann die wahre Stärke deines ungeschützten mauerlosen Herzens … und das zieht in magisch aus dem Schneckenhaus 🙂 Auch er möchte sich endlich ohne Urteil und Beschränkung in der Liebe sicher fühlen und ankommen.

Und eines Tages, im Wettrennen zwischen Hase und Igel, kommst du, der Hase, am Ziel an. Du wähnst ihn, den Igel, hinter dir, aber er erwartet dich strahend vor Liebe bereits am Ziel.

Nicht zufällig wurden diese Tiere gewählt, oder? Der Angsthase, der sich aber immer „weiter“ wähnt als der Igel, und der, der sich eben einigelt und den Hasen täuschen muss, bis der Angsthase seine Ängst abgelegt hat, nicht geliebt zu werden…

Was ein Glück, eine GNADE, ein Geschenk an dich, ihm begegnet zu sein.

Liebe ist das, was bleibt, wenn das ICH vollkommen kapituliert hat!  OM C. Parkin

(c) Ute Strohbusch 2016

Quelle: Wenn die wahre Liebe erwacht (Teil 2) – Ute Strohbusch – Lebe deine kraftvolle Weiblichkeit! Coaching – Beratung – Seminare

Advertisements

Autor: Publik

„Wenn ihr die Geheimnisse des Universums verstehen wollt, denkt in Begriffen wie Energie, Frequenz und Vibrationen.“ Nikola Tesla

1 Kommentar zu „Wenn die wahre Liebe erwacht (Teil 2) – Ute Strohbusch“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s