Deine wahren Errungenschaften

Ying yang

„Deine wahren Errungenschaften währen ewig, weil sie nicht aus Materie gemacht sind. Deine wahren Errungenschaften sind die Gesamtsumme dessen, wie du dein Leben gelebt hast. Das bestimmt, wo deine Essenz nach dem Tod hingeht. Engagiere dich deshalb auf jeden Fall in der Welt. Vollende hier soviel wie du kannst. Aber wenn deine Arbeit hier getan ist, vergiss sie. Deine wahren Errungenschaften werden ewig währen.“

Der Prolog:

Er war müde. Wenn er über seinen Bereich in den Königlichen Archiven von China hinausschaute, sah er Korruption und Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Lao Tzu entschloss sich zu gehen.

Lao Tzu ging nicht mit Abscheu weg; er ging weg mit Mitgefühl. Er brach nicht schnell auf mit dem Boot oder einem Pferd. Lao Tzu reiste langsam, indem er auf einem Ochsen ritt, was besser geeignet ist, um Menschen auf seinem Weg zu begegnen.

Aber wenige hatten Zeit für Lao Tzu. Ihr tägliches Leben wurde von den Katastrophen von Natur und Menschen beansprucht. Einige betrachteten den seltsamen Mann auf dem Ochsen und erhaschten oft etwas Tiefgehendes in seinem Blick. Aber wenige sprachen mit ihm, bis er am Han Gu Pass den letzten Wachposten an der westlichen Grenze des Königreichs erreichte. Der einsame Wächter dort hielt ihn an.

„Lao Tzu, ich erkenne dich!“, rief der Wächter. „Ich studierte in den Königlichen Archiven bevor ich in Ungnade fiel und hierher geschickt wurde. Geh bitte nicht fort, ohne mir etwas von deiner Weisheit zu geben!“

Lao Tzu stieg von seinem Ochsen ab. Er bat den Wächter, ihm Pinsel, Tinte und Papier zu bringen. Dann setzte er sich ruhig hin. Nach einer Weile begann Lao Tzu zu schreiben. Dann saß er wieder ruhig. Abwechselnd schreibend und ruhig sitzend machte Lao Tzu einen Tag und eine Nacht lang weiter.

Schließlich erhob er sich. Lao Tzu hatte ein Buch mit 81 Gedichten geschrieben, betitelt: Tao Te Ching („Buch des Weges“). In Stille übergab er jedes der 81 Gedichte dem Wächter, eines nach dem anderen.

Der Wächter verneigte sich bei jedem Gedicht, das er erhielt. Er las jedes in Stille. Lao Tzu beobachtete das Gesicht des Mannes, während dieser las und beobachtete seine Augenbrauen. Zuerst zogen sich seine Augenbrauen zusammen, dann entspannten sie sich, als das Verständnis kam.

Nachdem er das letzte Gedicht gelesen hatte, kniete der Wächter mit Tränen in den Augen vor Lao Tzu nieder. „Bitte, Meister, geh nicht fort!“

Lao Tzu lächelte. „Mit einem Verständnis und Vertrauen wie deinem spielen Entfernung und Zeit keine Rolle. Ich habe dir die Schlüssel gegeben. Benutze sie.“

Und Lao Tzu kletterte auf seinen Ochsen und ritt nach Westen. Der Wächter schaute Mann und Ochsen nach, wie sie auf der Straße verschwanden. Er seufzte.

Er wandte sich dem Buch zu und begann es ein zweites Mal zu lesen. Er hatte das Gefühl, dass Lao Tzu wieder bei ihm war. Der Wächter entdeckte bald, dass er jedes Mal, wenn er Lao Tzus Worte las, mehr von sich selbst und über das Universum verstand. Seine Weisheit und Freude nahmen zu. „Lao Tzu hatte recht“, dachte er, „Raum und Zeit spielen keine Rolle.“

Weisheit transzendiert Zeit und Raum. Sie erscheint in verschiedenen Formen in jedem Zeitalter und Ort.

Quelle: Deine wahren Errungenschaften

Advertisements

Autor: Publik

„Wenn ihr die Geheimnisse des Universums verstehen wollt, denkt in Begriffen wie Energie, Frequenz und Vibrationen.“ Nikola Tesla

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s