Harvard-Studie: Das Rauchen von Cannabis verbessert die Gehirnfunktion

Die vorläufigen Befunde aus der Pilotstudie des McLean Hospital zeigen, dass für den Menschen die Vorteile aus dem Rauchen von Cannabis über die vorübergehende Reduktion von Schmerzen und / oder Angst hinausgehen

Schenken Sie der Hysterie keinen Glauben – Cannabis ist keine Einstiegsdroge, es ist vielmehr eine Medizin. Von der natürlichen Beseitigung von Angstzuständen beim Menschen bis hin zur buchstäblichen Heilung von Krebserkrankungen (über 100 verschiedene Studien haben dies bestätigt), diese Pflanze ist einfach unglaublich therapeutisch. Aufgrund seiner Klassifizierung als Stufe-1-Droge ist Marihuana in vielen US-Staaten jedoch immer noch illegal.

Glücklicherweise scheinen neue Erkenntnisse aus einer Studie, die in der FachpublikationFrontiers In Pharmacology [„Grenzen in der Pharmakologie“] veröffentlicht wurde, Argumente für seine Entkriminalisierung zu unterstützen. Voruntersuchungen von medizinischen Forschern des McLean Hospital, der Harvard Medical School und der Tufts University weisen darauf hin, dass Marihuana tatsächlich die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert.

Für die Studie mit dem Titel „Pracht im Gras? Eine Pilotstudie zur Beurteilung der Auswirkung von medizinischem Marihuana auf die Funktionstätigkeit“, folgten Verhaltensforscher 24 zertifizierten medizinischen  Marihuana-Patienten über einen dreimonatigen Dosierungszeitraum hinweg
Die Patienten wurden wiederholt auf ihre kognitiven Fähigkeiten hin durch eine Reihe von Intelligenz-Tests gemessen, einschließlich des sogenannten STrrop Color Word Test und des Trail Making Test.

Forschungsleiter Staci Gruber ist Direktor des Programms ‚Marihuana-Untersuchungen für Neurowissenschaftliche Entdeckung (MIND)‘ am McLean Hospital. Wie KINDLANDberichtet ist ihr erster Bericht positiv. Der erste Vorteil über den berichtet wird, ist, dass medizinisches Marihuana dazu führte, dass Patienten Denksportaufgaben mit erhöhter Geschwindigkeit und Genauigkeit meisterten.

Im Bericht des McLean Hospital heißt es:

„Nach drei Monaten der Behandlung mit medizinischem Marihuana schnitten Patienten tatsächlich besser ab im Hinblick auf ihre Fähigkeit, bestimmte kognitive Aufgaben zu lösen, insbesondere solche, die durch die vordere Hirnrinde geleistet werden“, erklärte Gruber.

Studienteilnehmer berichteten auch über Verbesserungen ihres spezifischen klinischen Zustandes, ihres Schlafes und ihrer allgemeinen Gesundheit, sowie verminderte Einnahme herkömmlicher Medikamente, vor allem von Opiaten.

„Wir stellten eine 42-prozentige Reduktion der Verwendung von Opioiden fest“, berichtete Gruber. „Das ist bedeutend, vor allem für diejenigen von uns in Massachusetts und anderen Gebieten der USA, wo die Opioid-Epidemie so viele Menschen schwer zeichnet. Diese vorläufigen Feststellungen rechtfertigen sicherlich eine tiefere und breitere Untersuchung.“

Die vorläufigen Befunde aus der Pilotstudie des McLean Hospital zeigen, dass für den Menschen die Vorteile aus dem Rauchen von Cannabis über die vorübergehende Reduktion von Schmerzen und / oder Angst hinausgehen. In Anbetracht eines der häufigsten Argumente gegen die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch, wonach es Menschen faul und dumm mache, haben diese Daten tiefgreifende Bedeutung.

„Die Menschen werden es benutzen“, schlussfolgerte Gruber. „Es liegt an uns, die besten und sichersten Wege dafür herauszufinden.“

Quelle: Harvard-Studie: Das Rauchen von Cannabis verbessert die Gehirnfunktion

Russland deaktivierte Luftabwehr: War der US-Luftschlag in Syrien eine verdeckte Kooperation von Trump und Putin?

Mit dem Luftschlag gegen Syrien hat US-Präsident Trump ein Zeichen gesetzt: Sein Kurs lautet, dass die US-Armee für das Führen von Kriegen zuständig ist und nicht die Geheimdienste.

Mit dem Luftschlag gegen Syrien hat US-Präsident Trump ein Zeichen gesetzt: Sein Kurs lautet, dass die US-Armee für das Führen von Kriegen zuständig ist und nicht die Geheimdienste. Um diese Position zu etablieren, hat der russische Präsident Wladimir Putin seinem US-Kollegen die entsprechende Unterstützung angedeihen lassen. Die Aktion ist ein Signal nach innen und nach außen.

US-Präsident Donald Trump hat von Anbeginn einen wirklich gefährlichen Feind gehabt: Die Geheimdienste haben Obama und Clinton unterstützt. Das Außenministerium ist faktisch handlungsunfähig, weil alle wichtigen Positionen neu besetzt werden müssen. Die Geheimdienste haben Trump offen attackiert und herausgefordert. Sie haben ihn ausspioniert, auch wenn das Ausmaß noch nicht klar ist.

Die Geheimdienste, vor allem die CIA, haben in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle übernommen: Sie sind in die Bresche gesprungen, weil die US-Armee und der US-Kongress dem damaligen Präsidenten Barack Obama die Gefolgschaft verweigerten und sich nicht in einen offenen Krieg mit Syrien begeben wollten. Obama, der später sein Scheitern einräumen sollte, hat daher die CIA beauftragt, im Nahen Osten mit Söldnern tätig zu werden, um die geopolitischen Ziele durchzusetzen.

Das Ergebnis ist ein einziges Desaster: Libyen, der Irak, Afghanistan und Syrien sind nicht, wie erhofft, US-Satelliten geworden. In allen Ländern herrscht Anarchie. Die Gründe sind einfach: Söldner kämpfen für denjenigen, der sie bezahlt. Sie haben keine militärische Kommandostruktur und keine Loyalität. Sie operieren per se im luftleeren Raum. Dasselbe gilt für die CIA: Sie wurde von Allen Dulles aufgebaut, um „regime change“ möglich zu machen. Sie operiert ebenfalls im luftleeren Raum. Das einzige, was die CIA braucht, um tätig zu werden, ist ein Befehl des Präsidenten. Danach läuft alles verdeckt ab – das ideale Umfeld für Korruption, Erpressung und Rechtsbruch.

Barack Obama war ein schwacher Präsident – und hat der CIA enorme Freiräume gewährt. Der Dienst – und in etwas eingeschränkterem Maß die anderen Dienste wie die NSA – haben in dem Vakuum ein Eigenleben entwickelt und sind zu einer tragenden Säule des sogenannten „deep state“ geworden. Die Sache ist so sehr aus dem Ruder gelaufen, dass Teile der CIA sogar überzeugt waren, auch den neuen Präsidenten stürzen zu können.

Vor allem in Syrien ist die Sache so sehr außer Kontrolle geraten, dass die Russen im Herbst 2014 eingreifen mussten: Moskau sah die reale Gefahr, dass ihre eigene Luftwaffenbasis in Latakia gefährdet war. Ebenso bestand die Gefahr, dass Islamisten im großen Stil auch nach Russland einsickern. Der Terroranschlag von St. Petersburg vom vergangenen Montag, nur einen Tag vor dem angeblichen Giftgas-Angriff, ist ein Beleg, dass die russischen Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen waren.

Trump hat von allem Anfang an klargemacht, dass er Generäle in seinem Stab haben will. Es ging Trump zunächst weniger um Kriege nach außen, sondern die Wiederherstellung einer zumindest rudimentär funktionierenden Verfassung in den USA. Mit James Mattis als Verteidigungsminister, John Kelly als Heimatschutzminister, H.R. McMaster als Sicherheitsberater und dessen Stabschef Keith Kellogg berief er hochrangige Generäle in die Regierung. Innenstaatssekretär Ryan Zinke kommt von den Navy Seals und der neue CIA-Chef Mike Pompeo von der militärischen Eliteschule West Point.

Der Luftschlag gegen Syrien ist ein klares Signal an die Geheimdienste gewesen: Trump will die Probleme nicht klandestin und in verdeckten Operationen lösen, sondern mit offenem Visier. Seine Aussage im Wahlkampf, er wolle ein starkes Militär, um es niemals einsetzen zu müssen, erforderte als ersten Schritt, dass das Militär überhaupt wieder als Werkzeug der Regierung anerkannt wird.

Mit dem Luftschlag hat Trump die Geheimdienste mit ihren eigenen Waffen geschlagen: Denn sie haben ihm ja die Informationen von dem Giftgas-Anschlag überbracht. Wenn dies nicht gestimmt haben sollte, dann wäre es für Trump gefährlich geworden: Man hätte ihm unterjubeln können, dass das Giftgas von Söldnern eingesetzt worden sei, die mit den USA kollaborieren. Mit dem Luftschlag ist dieses Thema vermutlich vom Tisch – auch wenn auf der Website des Libertarian Institute ein ehemaliger CIA-Mann behauptet, dass die CIA Trump gewarnt haben und ihm eingeredet haben will, der Anschlag sei so erfolgt wie von den Russen dargestellt. Doch es wird mit jedem Tag schwieriger, Trump in diesem Punkt eine Falle zu stellen. Dass die Rechten über Trumps Aktion verärgert sind, wie etwa die Kommentare in Counterpunch oder im New Statesman zeigen, braucht ihn nicht zu kümmern: Sie haben keine Alternativen, und wenn es Trump jetzt gelingt, in Syrien Bewegung in Richtung einer politischen Lösung zu bringen, kann er einen echten Erfolg verbuchen.

Trump hat vor allem – zumindest für den Moment – seine größten Feinde zum Schweigen gebracht, mehr noch: Er hat sie gezwungen, ihm Beifall zu zollen. Die Neocon-Senatoren Lindsey Graham und John McCain jubelten nach dem Militärschlag, sowie fast ausnahmslos alle anderen Senatoren und die wichtigsten Sprecher der Mainstream-Republikaner. Zwar stellen einige die berechtigte Frage, wie es denn nun weitergehen solle. Doch dies ist für Trump völlig zweitrangig: Mit dem Luftschlag ist die Führung im Syrien-Konflikt aus den Händen der Geheimdienste genommen und wieder den Generälen übertragen worden. Für die CIA ist diese Verschiebung besonders gefährlich: Sie muss nun öffentlich plötzlich pro Trump sein. Auf CNN brach ein Moderator in Begeisterung über den Luftschlag aus und sagte, dies sei die Nacht, in der „Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten geworden“ sei. Bei so viel Pathos von Trumps früheren Todfeinden kann die CIA nun schlecht gegen Trump agitieren – zumindest für den Moment. Außerdem kann die CIA froh sein, dass die von ihr geführten Söldner eine Atempause bekommen und sich neu formieren können. Zugleich ist mit der US-Armee ein neuer Spieler auf dem Platz, der schon seit Trumps Antritt an Personalstärke deutlich zugelegt hat.

Trump kann, wie die Manager sagen, das „momentum“ nutzen, das er hat: Dies hängt auch mit der Art des Luftschlags zusammen. Der Einsatz hat nämlich vergleichsweise geringen Schaden angerichtet. Das ist darauf zurückzuführen, dass die US-Armee die Russen vor dem Luftschlag gewarnt hatte, wie die TASS bestätigt. Die Russen wiederum hatten damit die Gelegenheit, die Syrer zu warnen. Daher war der Flughafen quasi evakuiert, als die Tomahawks einschlugen. Laut russischen Angaben erreichten nur 23 Raketen ihr Ziel.

Die Aktion war mit den Russen offenbar noch genauer abgesprochen: Denn weder die Russen noch die Syrer haben ihre Luftabwehr aktiviert. Die Russen hatten erst vor einigen Monaten Luftabwehrraketen nach Syrien verlegt und wären selbstverständlich in der Lage gewesen, die Tomahawks abzufangen. Er am Morgen nach dem Luftschlag meldete die TASS, dass die Russen planen, die Luftabwehr wieder zu aktivieren. Der Schaden an der Rollbahn war außerdem so geringfügig, dass syrische Jets bereits am späten Nachmittag des Freitag wieder starten und landen konnten.

Der Luftschlag und die Tatsache, dass die Russen mitgespielt haben, setzt den syrischen Präsidenten Assad unter Druck: Er weiß jetzt, dass seine Bäume nicht in den Himmel wachsen und er sich einer Neuordnung Syriens nicht auf Dauer wird widersetzen können. Für die Russen wird es nun darauf ankommen, mit der US-Armee einen vernünftigen Gesprächskanal zu eröffnen. Die von Moskau angekündigte Kommunikationssperre wird nicht von Dauer sein. Auch Russland will aus Syrien raus. Und obwohl Putin ein ehemaliger KGB-Mann ist, halten die Russen eine reguläre Armee für den besseren Gesprächspartner als die Geheimdienste – zumal in einer echten Kriegssituation wie in Syrien.

Russland kann sich wegen seiner wirtschaftlichen Lage den Krieg in Syrien ohnehin nur leisten, weil die Syrer dafür bezahlen müssen. Doch dieser Preis ist für Moskau nur dann ein Wert, wenn das Land nicht in Schutt und Asche gelegt wird. Ob am Ende eine Teilung stehen wird, wie es der russische Vorschlag für eine neue Verfassung vorsieht, ist noch offen.

Schließlich hat Trump eine wichtige Botschaft auch an Nordkorea und China geschickt. Es wäre denkbar, dass Trump machiavellistisch genug ist, um den Luftschlag ganz bewusst zwischen dem Hauptgang und dem Dessert zu servieren, bei einem Dinner mit seinem chinesischen Gast Xi. Dafür spricht, dass NBC am Freitag meldete, dass die USA erwägen, Atomwaffen nach Südkorea zu verlegen, um Nordkorea in Schach zu halten. So eine Drohung macht Eindruck, wenn gerade die Bilder der Cruise Missiles aus dem Mittelmeer über die Bildschirme flackern.

Natürlich ist es ein seltsames Bild, dass in den USA jetzt eine Regierung herrscht, die den Eindruck einer Militärjunta macht. Es ist keine vertrauenerweckende Botschaft an die Welt. Doch angesichts des innen- und außenpolitischen Chaos, das Trump geerbt hat, haben die US-Finanzeliten, die am Ende den Präsidenten bestimmen, wohl keine andere Wahl gehabt. Dass diese Besetzung zwangsläufig zu mehr Krieg in der Welt führen wird, ist noch nicht ausgemacht: Auch in Israel, das als Oligarchie den USA durchaus vergleichbar ist, haben in den vergangenen Jahren immer die Militärs den kühlen Kopf behalten und sind größenwahnsinnigen Politikern in den Arm gefallen, wenn diese partout wieder einmal einen Krieg vom Zaun brechen wollten.

Quelle: Russland deaktivierte Luftabwehr: War der US-Luftschlag in Syrien eine verdeckte Kooperation von Trump und Putin?

George W. Bush könnte wegen Kriegsverbrechen in Irak vor Gericht gestellt werden

Am 12. Dezember fand vor einem kalifornischen Gericht eine mündliche Anhörung statt.

Seit Jahrhunderten haben die USA überall auf der Welt Kriegsverbrechen begangen und mussten dafür kaum negative Konsequenzen in Kauf nehmen. Einige der namhaftesten Kriegsverbrecher wie Henry Kissinger und Barack Obama haben trotz ihres dunklen Erbes zahlreiche Auszeichungen erhalten, einschließlich des Friedensnobelpreises. Jedoch könnten sich die Dinge bald ändern, wenn der frühere US-Präsident George W. Bush dazu gezwungen werden sollte, sich wegen der Kriegsverbrechen, die seine Regierung in Irak begangen hat, vor Gericht verantworten zu müssen. Das US-Berufungsgericht des neunten Gerichtsbezirks in Kalifornien bestätigte kürzlich, dass es im Fall Saleh gegen Bush zu einer mündlichen Anhörung durch die Richter Susan Graber und Andrew Hurwitz kommt, die mittlerweile am 12. Dezember stattgefunden hat. Andere Mitglieder der Bush-Regierung wie Dick Cheney, Colin Powell, Condoleezza Rice, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz, werden ebenfalls als Angeklagte in dem Fall genannt.

Die Anklage gegen Bush wurde von Sundus Shaker Saleh vorgebracht, einer irakischen Frau, die Bush und hochrangige Regierungsbeamte seiner Regierung beschuldigt, aufgrund der Planung und Ausführung der Invasion und nachfolgenden Besetzung des Irak gegen internationale und US-Gesetze verstoßen zu haben. Saleh macht geltend, dass sich Bush und seine Kollegen des “Aggressionsverbrechens” schuldig gemacht haben, das 1946 bei den Nürnberger Prozessen als “höchstes internationales Verbrechen” definiert wurde.

In dem Fall legt Saleh Berufung gegen die Immunität ein, die Bush und den anderen Angeklagten durch das neunte kalifornische Bezirksgericht gewährt wurde, nachdem es durch Präsident Obama und das Justizministerium dazu gedrängt wurde. Saleh versuchte zuvor bereits 2013, Bush vor Gericht zu stellen, bis das Justizministerium intervenierte. Das kalifornische Gericht wies im Dezember 2014 ihren Fall mit Verweis auf den Westfall Act von 1988 ab, der früheren Bundesbeamten bei Zivilklagen Immunität gewährt, wenn ein Gericht entscheidet, dass die Beamten innerhalb des legitimen Aufgabengebiets ihrer Position gehandelt haben. Jedoch argumentiert Saleh diesmal, dass die Invasion des Irak nicht zum legitimen Aufgabengebiet des früheren Präsidenten Bush und seiner Regierung gehört habe. Eine Fülle von Beweisen, die seit der Invasion des Irak zusammengekommen sind, weisen nach, dass die Regierung zur Rechtfertigung und Durchführung des Krieges wissentlich gelogen hat, indem Irak unter Saddam Hussein fälschlicherweise unterstellt wurde, im Besitz von “Massenvernichtungswaffen” zu sein. Der wirkliche Grund jedoch bestand darin, dass Hussein damit aufgehört hatte, irakisches Öl in Dollar zu verkaufen, indem er auf Euro umgestellt hatte, und wodurch er eine Bedrohung für die US-Hegemonie in der Region darstellte.

“Wir sind erfreut, dass es im neunten Gerichtsbezirk zur Anhörung kommt. Meines Wissens nach ist dies das erste Mal, dass ein Gericht die Zulassung von Argumenten erwägt, dass der Irak-Krieg nach nationalem und internationalem Recht illegal war”, sagte Salehs Anwalt D. Inder Comar. “Dies ist auch das erste Mal seit dem 2. Weltkrieg, dass ein Gericht zur Überprüfung aufgefordert wird, ob der Krieg selbst ein illegaler Akt der Aggression war – ein spezielles Kriegsverbrechen, das 1946 bei den Nürnberger Prozessen definiert wurde.”

Die am 12. Dezember stattgefundene mündliche Verhandlung wurde per Livestream übertragen und auf den YouTube-Kanal des neunten Gerichtsbezirks hochgeladen. Der Gerichtshof nahm um 9 Uhr UTC-8 seine Tätigkeit auf, wobei der Fall Saleh gegen Bush der letzte auf der Prozessliste war, und später am Morgen stattfand. Wenn der Fall fortgesetzt wird, könnte dadurch ein gesetzlicher Präzedenzfall geschaffen werden, der es ermöglichen würde, andere US-amerikanische sowie ausländische Präsidenten und Regierungsbeamte wegen ihrer Verbrechen anzuklagen, so wie den früheren britischen Premierminister Tony Blair, der auch bei den in Irak begangenen Kriegsverbrechen mitmischte. Obwohl es im Namen der Gerechtigkeit erforderlich ist, dass George W. Bush wegen der Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt wird, kommt man nicht umhin, daran zu zweifeln, dass er je persönlich vor Gericht erscheint, weil der “Tiefe Staat” fast jedes Mal interveniert, um die Seinen zu schützen.

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Quelle: George W. Bush könnte wegen Kriegsverbrechen in Irak vor Gericht gestellt werden

Studie beweist: Wahlfälschung in Deutschland keine Ausnahme, sondern die Regel!

Schlagzeilen über Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan. Nie sind Wähler, Parteien oder selbst der Bundeswahlleiter auf die Idee gekommen, Wahlergebnisse einmal konkret nachzuprüfen. Diese Arbeit haben sich aber die renommierten Politikwissenschaftler, Christian Breunig und Achim Goerres der Universitäten Köln und Toronto gemacht und die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Das Ergebnis ist erschreckend und lässt darauf schließen, dass Bundestagswahlen schon seit vielen Jahren systematisch manipuliert werden.

Schlagzeilen über Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan. Nie sind Wähler, Parteien oder selbst der Bundeswahlleiter auf die Idee gekommen, Wahlergebnisse einmal konkret nachzuprüfen. Diese Arbeit haben sich aber die renommierten Politikwissenschaftler, Christian Breunig und Achim Goerres der Universitäten Köln und Toronto gemacht und die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Das Ergebnis ist erschreckend und lässt darauf schließen, dass Bundestagswahlen schon seit vielen Jahren systematisch manipuliert werden. Besonders auffällig war das bei der letzten Wahl 2013, als Angela Merkels CDU mit knapp knapp 42% der Stimmen, eine sensationelles Wahlergebnis einfuhr. Fragte man damals im Freundes- oder Bekanntenkreis nach, so erhielt man stets nur ein Achselzucken und immer die gleiche Antwort: „Ich habe die CDU nicht gewählt!“. Ja, wer dann? Diese Antwort findet sich in der in der wissenschaftlichen Ausarbeitung. von Christian Breunig und Achim Goerres:

Searching for electoral irregularities in an established democracy: Applying Benford’s Law tests to Bundestag elections in Unified Germany http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S026..

Goerres und Breunig haben sich die Zahlen von Union und SPD sowie der PDS/Linken angesehen und mit den Einzelresultaten aus allen 80.000 Wahlbezirken ihren Computer gefüttert. Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich um die erste Arbeit[1], die Ergebnisse deutscher Bundestagswahlen unter statistischen Gesichtspunkten auf mögliche Manipulationen überprüft und sich dafür das Benfordsche Gesetz der Statistik zunutze macht.

Zur Methodik:

Es werden die Ergebnisse der großen Parteien in den einzelnen Wahllokalen innerhalb eines Wahlkreises bei den fünf Bundestagswahlen 1990-2005 untersucht. Bekanntlich macht Benfords Gesetz Aussagen über die Häufigkeit von Ziffern in empirischen Datensätzen. Zum Beispiel: als erste Ziffer hat man 30% die ’1′ und nur zu 4,5% die ’9′, als zweite Ziffer hat man 12% die ’1′ und nur zu 8,5% die ’9′. Die Autoren Breunig-Goerres untersuchen in ihrer Studie[1]. nicht die ersten, sondern die zweiten Ziffern der Ergebnisse der einzelnen Wahllokale. Bilanzfälscher wie ENRON oder Worldcom sind einst darüber gestolpert. Bei rund 1500 Tests auf Wahlkreisebene stießen sie vereinzelt auf signifikante Abweichungen. Bei 190 Tests auf Landesebene fanden sie 51 Abweichungen, das sind über 13%. Das Landesergebnis bei Bundestagswahlen gibt somit nicht den Wählerwillen wieder. Und es kann nicht sein, dass sich die Wahlhelfer einfach und zufällig verzählt haben, denn auch dies wären natürliche Prozesse. Die Verteilung der Ziffern müsste in dem Fall dem Benfordschen Gesetz entsprechen. Das tun sie aber nicht.

Vor allem zwei bedenkliche Muster sind den Wissenschaftlern aufgefallen. Bei der Wahl 2002 häuften sich im Osten die Verletzungen des Bendfordschen Gesetzes für die PDS (heute Linke). Angesichts der enormen Abweichung von mehr als 1475 Punkten ist davon auszugehen, das insbesondere die Wahlergebnisse 2002 systematisch manipuliert worden sind. Da wollten wohl die Wahlhelfer tüchtig nachhelfen? Unsere Schätzungen belaufen sich dabei auf 8 bis 12% anhand der exorbitant hohen Punktzahl der Abweichungen, die überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen auftreten, also quasi im gesamten Osten Deutschlands.

Ostdeutschland wurde und wird manipuliert. Es hatte spätestens 2005 eine absolute linke Mehrheit! Auch bei der Wahl 2013 verlor die Linke wie 2002 (4,7%), diesmal jedoch mit 7,3%, fast doppelt soviel wie 2002 und wundersamerweise wanderte jedes einzelne Prozent zur CDU. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Siehe:

Wahlergebnisse 1998-2013, Gewinne und Verluste
http://oi61.tinypic.com/14d1qi9.jpg

Zudem traten Wahlfälschungen mit mehr als 300 Punkten gehäuft in drei Ländern auf und jeweils war die dominierende Partei davon betroffen: in Bayern die CSU, in Baden-Württemberg die CDU und in Nordrhein-Westfalen die SPD. Alle drei haben diese Wahlen dort gewonnen. Auch der Fall Dachau wird durch diese Untersuchung bestätigt, was die Richtigkeit der Ergebnisse unterstreicht.

Die statistischen Mittel sind leider nicht geeignet um exakt festzustellen, in welcher Höhe manipuliert wurde. Dass sich die Wahlhelfer einfach und zufällig verzählt haben, wird in dieser Methode als natürlicher Prozess berücksichtigt und ist daher als Begründung auszuschließen. Die Vernichtung der Wahlzettel erlauben leider keine nachträgliche Analyse. Es ist wie ein Mord, bei dem die Leiche fehlt.Die Wissenschaftler hielten sich mit ihrer Veröffentlichung wohl bewusst ein wenig zurück. Die Publikation der Studie[1]. erfolgte jedenfalls ausschließlich in Englisch. Möglicherweise befürchten man persönliche Nachteile – verständlicherweise.

Könnte es also sein, dass Wahlvorstände Wahlfälschung bei der Auszählung von Wahlen begünstigen oder gar fördern? Doch nicht einmal stichprobenartig wird die Arbeit der Wahlhelfer kontrolliert, keine wissenschaftliche Studie[1] gibt es in Deutschland, die sich damit beschäftigt, wie Wahlhelfer rekrutiert werden und wie sie ihre Aufgabe wahrnehmen.

So bleiben die Forschungsergebnisse völlig unbefriedigend. Denn mit Hilfe des Benfordschen Gesetzes lässt sich nichts über die Größenordnung sagen. Goerres und Breunig können auf Basis ihrer statistischen Berechnungen zwar eindeutig belegen, dass eine oder mehrere Parteien von der Wahlabweichung betroffen sind, aber ihre Berechnungen lassen weder eine Aussage darüber zu, in welchem Umfang das Wahlergebnis falsch ist, noch in welche Richtung manipuliert wurde. Allerdings ist das auch gar nicht nötig, denn die Menschen können sich das an einer Hand abzählen, wem da geholfen wurde.

Mitgliederzahlen im Verhältnis zum Wahlergebnis:
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„Unsere Analyse funktioniert wie ein Fieberthermometer“, sagt Achim Goerres, „wir haben gezeigt, dass ein ernstes Demokratieproblem existiert, können es aber nicht erklären.“ Dafür wären weitere Untersuchungen notwendig, nur haben die regierenden Parteien daran keinerlei Interesse. Warum wohl?

Das heftige Fieber ist offensichtlich nötig, damit genügend Wähler aus ihrem Wolkenkuckucksheim fallen, um das mal nachzuprüfen.

Ein Demokratieproblem sehen wir auch in der Verteilung der Sitze. Denn dabei wird der Süden aufgrund der größeren Bevölkerung eindeutig bevorzugt. Genauer gesagt, dominiert er mehr als die Hälfte aller Sitze, und zwar im Bundesrat und Bundestag. Damit kontrolliert der Süden den Rest des Landes. Wären wir alle gleich, könnte man sagen, größere Bevölkerung – mehr Stimmen, das ist gerecht. Aber wir ticken unterschiedlich und wir sind auch unterschiedlich betucht. Jeder im Norden geborene, der einmal im Süden gearbeitet hat, jeder, der zwischen Ost und West umgezogen ist, kann das bestätigen.

Im Norden und Osten Deutschlands kann der Wähler wählen was er will, er wird immer verlieren. In der Schweiz ist das anders geregelt, dort hat jedes Bundesland, egal wie groß oder klein es ist, die gleiche Anzahl Sitze.

Deutschlands „Kolonien“; der Norden und der Osten
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Wahlfälschungen in Deutschland:

Der Westen – Duisburg: Staatsanwaltschaft geht von Wahlfälschung aus, 12.04.2013 http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/staatsanwalt..

Hildesheimer Allgemeine – Hildesheim: Wahlbetrug im Internet leicht gemacht, 18.1.2013 http://www.hildesheimer-allgemeine.de/news/article/wa..

Legal Tribune – Schokolade und Zigaretten für jede Stimme, 17.1.2013 http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-lueneburg-ur..

Märkische Oderzeitung – Schöneiche: Erste Klagen zurückgewiesen, 4.10.2012http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1040295/

Südthüringen.de – Briefwahl mit den meisten ungültigen Stimmen, 24.4.2012http://www.insuedthueringen.de/lokal/suhl_zellamehlis..,1974384

Berliner Zeitung – Berlin: Wahlbriefe im Müll, 23.09.2011
http://www.bz-berlin.de/landespolitik/wahlbriefe-im-m..

taz – Cuxhaven: Aufregung über vergessene Stimmzettel, 13.9.2011https://www.taz.de/Kommunalwahl-in-Cuxhaven/!78073/

Rhein Zeitung – Wahlbetrug: Zwei Jahre zur Bewährung für Emser Kommunalpolitiker, 21.6.2011http://www.rhein-zeitung.de/region.html

Cicero – Wahlhelfer unter Verdacht – wird bei Bundestagswahlen manipuliert?, 28.4.2011 (Studie)http://www.cicero.de/97.php?item=6204

Süddeutsche – 223 Briefwahl-Stimmen übersehen, 31.03.2011

FAZ – Briefwahlunterlagen im Müll gelandet, 29.03.2011

Wochenblatt Traunstein – Wahlmanipulation zu Gunsten der REPs, 23.3.2011http://www.wochenblatt.de/nachrichten/traunstein/regi..,40122

Bundesgerichtshof – Urteil zur Urkundenfälschung auf der Wahlbenachrichtigungskarte, 17.3.2011http://dejure.org/dienste/internet2?juris.bundesgeric..

Spiegel Online – Ex-SPD-Sprecher wird Haftrichter vorgeführt, 16.3.2011http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hamburg-ex-..

Hamburger Morgenpost – So einfach ist Wahlbetrug, 11.02.2011http://www.mopo.de/wahl-2011/buergerschaftswahl-2011-..,7137908,7185274.html

General Anzeiger Bonn – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Geschäftsführer der IHK Koblenz, 22.01.2011 (IHK-Wahlen sind reine Briefwahlen.) http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/wirtschaf..

Welt – Neue Ermittlungen gegen Ciftlik, 15.01.2011
http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article1216..

NWZ Online – Vorwurf der Edewechter FDP auf Briefwahlmanipulation bei letzter Wahl besteht weiter, 20.12.2010

bild.de – Saftige Geldstrafe für Wahlfälschung, 15.12.2010
http://www.bild.de/regional/hannover/saftige-geldstra..

taz – Urteil zu Wahlbetrug im Altenheim vertagt, 8.12.2010
http://www.taz.de/1/nord/bremen/artikel/?dig=2010/12/..

Rhein-Zeitung – Anklage gegen mutmaßliche Wahlbetrüger aus Bad Ems, 30.11.2010http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/bad-ems_ar..,-Anklage-gegen-mutmassliche-Wahlbetrueger-aus-Bad-Ems-_arid,168219.html#.U-3O1fl_svk

SWR – Ehepaar wegen Wahlfälschung angeklagt, 25.11.2010
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/-/id=1682/ni..

Chiemgau Online – Gefälschte Wahlzettel: Prozess geplatzt – Angeklagter 60-Jähriger krank, 11.11.2010http://www.heimatzeitung.de/cho/archiv/781552_Gefaels..

Wahlfälschung – SPD-Politiker muss 3000 Euro zahlen
http://www.welt.de/politik/deutschland/article1161988..

Die Welt – Verurteilung des SPD- Kreischef von Potsdam-Mittelmark Sören Kosanke zu den Kommunalwahlen 2008, wegen fehlendem Wohnsitz im Wahlbezirk, Brandenburg, Strafe 3000 Euro – auch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) ist unter Verdacht weil er Hinweise auf Ungereimtheiten unterdrückt hat. Der Ex-Jusos-Landeschef Sören Kosanke wohnt eigentlich in Eberswalde und meldete erst 3 Tage vor der Wahl seinen Wohnsitz um. 06.01.2012

Unter http://bit.ly/1pQMVpb findest du die Fortsetzung dieser Linksammlung auf der du noch weitere hunderte Verlinkungen zu entsprechenden Berichten über Wahlfälschung findest.

Quelle: Studie beweist: Wahlfälschung in Deutschland keine Ausnahme, sondern die Regel!